Keine halbherzigen Corona-Tests an Bremer Schulen

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14. Apr. 2021

LKR Abgeordneter Peter Beck fordert:

keine halbherzigen/undurchdachten Corona-Testreihen an Bremer Schulen und keine Grundrechtseinschränkungen wie Distanzunterricht für Kinder, deren Erziehungsberechtigte gegen eine Testpflicht sind. Des Weiteren keine Schulverweisungen bei positiv getesteten Schüler*innen.

Die Bremer Bildungssenatorin Frau Bogedan spielt verrückt, indem sie ab dem 19.04.2021 eine Corona-Testpflicht für alle Bremer Schüler*innen einführen wird. Unser LKR Bürgerschaftsabgeordneter Herr Peter Beck wird in dieser Woche vor dem Oberverwaltungsgericht gegen diese vor allem halbherzige /undurchdachte Beschlusslage klagen.

Begründung:

Alle Bremer Schüler*innen müssen das Recht auf Präsenzunterricht wahrnehmen können, ob nun mit oder ohne Teilnahme an einer solchen zweifelhaften Testreihe. In einem Rechtsstaat darf es für Kinder, deren Erziehungsberechtigte sich gegen eine verpflichtende Corona-Testreihe aussprechen, keine Diskriminierung geben und ebenso nicht für positiv getestete Schüler*innen.

Eine solche Diskriminierung ist aber gegeben, wenn diese Kinder unter Anwendung der Infektionsschutzmaßnahmen von der Schule verwiesen und in den Distanzunterricht geschickt werden.

In vielen Bremer Schulen besteht heute schon Wechselunterricht. Wenn die Kinder nun noch zusätzlich nur an feststehenden Tagen, in der die andere Wechselgruppe überhaupt nicht vor Ort sein kann, getestet werden (und dies noch nicht einmal durch medizinisches Personal), besteht die Gefahr, dass unsere Kinder zusätzlichem Stress ausgesetzt werden und unter Umständen Traumatisierungen erfahren. Eine weitere auf die Logik der Testreihe bezogene Frage ist auch, weshalb die Schüler*innen nur zweimal pro Woche getestet werden sollen. Kann man sich mit dem Corona-Virus, nach der Logik der Bildungssenatorin, nur an zwei Wochentagen infizieren?  

Wie muss sich ein/eine Fünftklässler*in fühlen, wenn er/sie direkt nach einem positiven Corona-Test der Schule verwiesen und in den Distanzunterricht geschickt wird und dessen Erziehungsberechtigte bei der Arbeit sind? Deshalb darf es erst gar nicht so weit kommen, dass Kinder aufgrund eines positiven Corona-Tests der Schule verwiesen werden.

Lösungsansatz:

Positiv in der Schule getestete Kinder sollten weiterhin in speziellen Klassenräumen von geimpftem, pädagogisch ausgebildeten Personal unterrichtet werden und dies aufgrund möglichen Personalmangels auch altersübergreifend. Um das Infektionsrisiko zu mindern, sollten zeitverschobene Pausen und ein zeitverschobener Unterrichtsbeginn eingeführt werden. So erhalten auch Kinder, die auf Corona positiv getestet sind, eine Chance auf Präsenzunterricht.

MfG

Peter Beck
MdBB
LKR Landesvorsitzender

Landesverband Bremen