Impfen hilft vermeiden - erfolgreich behandeln heißt Retten!:Prävention oder Behandlung? Auch die Medikamentenentwicklung ist von Bedeutung!

Forschungsgelder
Vom eklatanten Missverhältnis der Fördermittelverteilung für die Erforschung von Impfstoffen u. Covid-Medikamenten...
24. Mai 2021

Rund 740 Millionen Euro ist dem Bund die Förderung dreier deutscher Biotechnologie-Unternehmen wert, um deren Bemühungen in der Entwicklung eines wirksamen Corona-Impfstoffes effektiv zu unterstützen.

Wir erinnern uns, im zurückliegenden September 2020 noch gab Gesundheitsminister Jens Spahn medienwirksam im Rahmen eines Pressetermins das mit der Bereitstellung der Mittel verbundene Motto „Sicherheit vor Schnelligkeit“ aus. Die beim Pressetermin ebenfalls anwesende Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, ging dann sogar noch einen mutigen Schritt weiter und goss ein wenig Wasser in den Wein, indem sie unmissverständlich darauf hinwies, dass wir uns darauf einstellen müssten, dass es erst Mitte 2021 einen Impfstoff gibt, mit dem weite Teile der Bevölkerung wirksam geimpft werden können.

Nun ging es zwar etwas schneller, allerdings in Fragen der Verfügbarkeit der Impfstoffe könnte die Ministerin durchaus Recht behalten und auch an den durchaus unterschiedlich ausfallenden Bewertungen hinsichtlich der Wirksamkeit der aktuell zur Verfügung stehenden Impfstoffe, scheiden sich bekanntlich die Geister.

Auch die Erkenntnis der Forschungsministerin, nach welcher Corona nicht mit Impfstoffen allein in den Griff zu bekommen ist, erscheint durchaus nachvollziehbar. Umso mehr erstaunt dann allerdings der Umstand, dass für die Entwicklung wirksamer Medikamente gegen COVID lediglich 50 Mio. zur Verfügung gestellt wurden, während man in Sachen Impfstoffentwicklung noch klotzte.

Dieses Missverhältnis der unterschiedlichen Summen wirft eindeutig Fragen auf. Da absehbar nach derzeitiger Sachlage kaum vom zeitnahen Erreichen der sogenannten Herdenimmunität ausgegangen werden kann u.a. weil weder Impfbereitschaft der Bevölkerungen weltweit, noch die Verfügbarkeit der Impfstoffe dies erwarten ließen, darf auch in der Medikamentenentwicklung keinesfalls nur gekleckert werden. Vielmehr ist es auch in diesem Bereich unerlässlich die Anstrengungen zu optimieren um den Erkranken rasche und effektive medizinische Hilfe angedeihen zu lassen, als auch auf diesem Wege wirksame Pandemie-Bekämpfung zu gewährleisten.


Sven Schellenberg

LKR - Bremen